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Katrin Göring-Eckardt zum Streit zwischen den USA und Nordkorea

KATRIN GOERING-ECKARDT – FOTO © DOMINIK BUTZMANN

Zum Streit zwischen den USA und Nordkorea erklärt Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Die rhetorische Eskalation und das Säbelrasseln in Pjöngjang und Washington müssen dringend beendet werden. Die Drohungen des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un sind gefährlich. Die ‚Feuer und Wut‘-Reaktion von Donald Trump heizt die Gefahr einer militärischen Katastrophe erst an. Die Provokationen erfordern deshalb jetzt eine Offensive der Diplomatie und enger Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und insbesondere auch China. Die Verschärfung der Sanktionen durch den UN-Sicherheitsrat waren ein richtiger Schritt.

Aber auch die Bundesregierung steht in der Verantwortung. Deutschland ist immerhin eines der letzten westlichen Länder mit einer Botschaft in Pjöngjang. Sie muss ihren Einfluss insbesondere auf China geltend machen, mehr Druck auf das Regime in Pjöngjang auszuüben.

Die Zuspitzung der Nordkorea-Krise zeigt: Die Gefahr eines atomaren Kriegs ist immer noch real. Atomare Abrüstung muss daher auch auf der außenpolitischen Agenda Deutschlands wieder nach oben rücken. Der Boykott der UN-Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot im Juli durch die Bundesregierung war ein Fehler. Es ist Zeit für eine Bundesregierung, die in Fragen der Abrüstung mutig vorangeht, anstatt sich im Lager der Bremser und Blockierer zu verstecken.“